Medikamenteneinnahme vereinfacht:

Gleichzeitig mehrere Medikamente einzunehmen kann ganz schön anstrengend sein. Doch es gibt Tipps und Tricks für den Alltag.

Stand: 01.06.2020

1. Ich nehme täglich mehrere Medikamente, bin ich allein?

Nein! Alleine in Deutschland nehmen schätzungsweise zwischen 15 und 20 Millionen Menschen täglich mehr als drei Medikamente ein. Das heißt, fast jedem Vierten ergeht es wie dir. Die Gründe sind vielseitig, allgemein liegt es aber daran, dass die Gesellschaft immer älter wird und so parallel gleich mehrere Krankheiten auftreten. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs oder Schilddrüsenerkrankungen. Zunehmend spielen aber vor allem bei jüngeren Leuten auch Allergien und Asthmaerscheinungen eine Rolle.

2. Wie kann ich meine Medikamente organisieren?

Für die richtige Organisation der Medikamente gibt es keine pauschale Lösung. Jeder muss für sich selbst ein System entwickeln, bei dem die Einnahme im Alltag so einfach wie möglich bleibt. Wenn du schon länger mehrere Medikamente einnimmst, wirst du ganz sicher schon deine eigenen Routinen gefunden haben. Studien zeigen, dass vor allem auch ein Medikationsplan hilfreich sein kann, der umgangssprachlich auch Medikamentenliste genannt wird. In diesem werden alle Medikament, die du regelmäßig einnimmst, mit u.a. dem Namen, den Einnahmezeitpunkten und den Gründen, aufgelistet. Wichtig ist, dass dort auch Nahrungsergänzungsmittel, wie zum Beispiel Magnesium oder Calcium, aufgeführt sind, um möglichen Wechselwirkungen vorzubeugen. Diesen Medikamentenplan kannst du dann immer mit zu deinen Ärzten nehmen. So weiß jeder Bescheid. Erklärungen wie man den Medikationsplan ausfüllt findest du hier.

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3. Wie kann ich dafür sorgen, dass ich die Einnahme denke?

Jeder vergisst mal die Medikamenteneinnahme und nicht immer hat dies negative Folgen. Gerade bei einer Vielzahl von verschiedenen Tabletten kann man leicht den Überblick verlieren. Aber eine strenge Einhaltung der Vorgaben zur Einnahme bleibt wichtig  und mit der richtigen Kombination von verschiedenen Werkzeugen kann man sich Stützen für den Alltag schaffen. Dazu zählt einmal mehr der Medikationsplan, der auflistet welche Medikamente zu welchem Zeitpunkt einzunehmen sind. Zusätzlich können aber auch Erinnerungsapps dazu beitragen, dass man immer zum richtigen Zeitpunkt an die Einnahme erinnert wird. Hier ist es letztendlich entscheidend, sich eine gewisse Routine aufzubauen. 

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4. Wie kann ich die Sicherheit bei der Einnahme erhöhen?

Eine Vielzahl von Studien zum Beispiel der AOK Nordost zeigt, dass die Verblisterung von Medikamenten die Einnahmesicherheit für Patienten erhöht. Bei der Verblisterung werden deine Medikamente vorverpackt, sortiert nach Datum und Uhrzeit, in einzelnen Tütchen an dich ausgegeben. Jedes Tütchen entspricht dabei einem neuen Einnahmezeitpunkt und enthält genau die Anzahl an Tabletten die eingenommen werden muss in der richtigen Dosierung. Dabei wird auch der Medikamentenabfall drastisch reduziert, da eine Medikamentenpackung nicht nur von dir, sondern auch von anderen Patienten mit der gleichen Erkrankung genutzt werden können. Ein weiterer wichtiger Faktor dabei ist, dass du dir viel Zeit sparst und die Medikamente bereits vorsortiert nach Datum und Uhrzeit bei dir ankommen. Hier erfährst du mehr über die vorverpackten Medikamentenboxen von Aporize.

Auch bei der Einnahmesicherheit spielt der Medikationsplan eine wichtige Rolle, da er es erlaubt, dass Apotheker Doppelmedikation leichter entdecken können und deine Medikamente auf unerwünschte Wechselwirkungen prüfen können. Wechselwirkungen sind positive sowie negative Beeinflussungen, die Medikamente untereinander haben. Einen einfachen Wechselwirkungscheck bietet beispielsweise die Apothekenumschau. Gleichzeitig bieten auch Apotheker tiefgreifende Wechselwirkungschecks an, die über die normale Prüfung hinaus gehen. 

5. Muss ich für jedes Rezept erneut zum Arzt?

Parallel mehrere Medikamente einzunehmen bedeutet auch, dass man regelmäßig zum Arzt muss, um sich ein neues Rezept abzuholen. Seit März 2020 gibt es das sogenannte Dauerrezept oder Wiederholungsrezept. Es erlaubt chronisch Kranken oder Patienten mit Pflegegrad sich ein Medikament in der Apotheke erneut aushändigen zu lassen, ohne den Arzt in seiner Sprechstunde erneut aufsuchen zu müssen. Je nach Verordnung ist das bis zu vier Mal möglich. Auch wenn das Dauerrezept die Möglichkeit bietet, den eigenen Hausarzt seltener zu sehen, solltest du deinen Krankheitsverlauf genau beobachten und bei Beschwerden Arzt oder Apotheker kontaktieren. Eine Alternative dazu bietet das Folgerezept. Beim Folgerezept handelt es sich um ein Rezept, das der Weiterbehandlung dient. Es kann nur dann ausgestellt werden, wenn das gleiche Arzneimittel in der gleichen Wirkstärke in der gleichen Form verschrieben wird. Für die Anforderung des Folgerezepts reicht es aus, eine E-Mail mit der Bitte ein neues Rezept auszustellen an deinen Arzt zu schicken. Alternativ kann die Anfrage auch telefonisch erfolgen.

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Quellen:

ABDA (2019): https://www.abda.de/aktuelles-und-presse/publikationen/detail/die-apotheke-zahlen-daten-fakten-2019/ 

hkk (2017): https://www.hkk.de/infomaterial/hkk-gesundheitsreport

KVBB (2020): https://www.kvbb.de/praxis/verordnungen/ansicht-news/article/muss-ich-fuer-ein-folgerezept-in-die-praxis-kommen-nein/1/ 

PZ (2019): https://www.pharmazeutische-zeitung.de/apotheker-und-aerzte-zufrieden-mit-e-medikationsplan/ 

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