Warum der Medikationsplan so wichtig ist!

Das Wichtigste in Kürze zum Medikationsplan.

 (Inklusive Medikationsplan-Muster zum Download)

1. Wer bekommt den Medikationsplan?

Seit Oktober 2016 haben Patienten, die 3 oder mehr Medikamente über einen dauerhaften Zeitraum von 28 Tagen nehmen, einen gesetzlichen Anspruch auf einen Medikationsplan. Dieser kann beim Hausarzt oder beim behandelnden Facharzt angefragt werden und sollte daraufhin ausgehändigt werden. Mehr Informationen zum entsprechenden Gesetz vom Bundesgesundheitsministerium können hier nachgelesen werden.

Trotzdem erhalten laut einer Studie leider nur knapp 37% der betroffenen Patienten einen schriftlichen Medikationsplan von ihrem Arzt. 

Daher fassen wir nochmal kompakt zusammen, was wichtig ist.

2. Wie hilft der Medikationsplan?

Der bundeseinheitliche Medikationsplan soll als Übersicht darüber dienen, welche Medikamente ein Patient zur gleichen Zeit einnimmt. Daher hilft der Medikationsplan zunächst, indem er Ordnung generiert und alle Medikamente auflistet. Darunter fallen neben den verschreibungspflichtigen Medikamenten auch solche, die der Patient selbst regelmäßig einnimmt. Zunächst war der Medikationsplan nur in Papierform erhältlich, zunehmend soll die Übersicht allerdings in digitaler Form erhältlich sein, beispielsweise in einer App oder einem Online-Portal.

So bieten wir von Aporize eine digitale Lösung an, die deine Informationen zu verschiedenen Medikamenten ärzteübergreifend bündelt und dich an deine Einnahme erinnert. Details zu unserem Service findest du hier.

Wichtig ist, dass der bundeseinheitliche Medikationsplan nicht alle Therapieformen abdecken kann und soll. So können im Fall von Insulintherapien oder bei der Behandlung von Blutverdünnern weiterhin Spezialpläne zum Einsatz kommen. Dies solltest du mit deinem Arzt besprechen.

3. Welche Informationen sollte der Medikationsplan enthalten?

Der Medikationsplan soll als eine einheitliche Übersicht dienen, die von jedem Arzt ergänzt und mit den neuesten Veränderungen zur Hinzunahme oder dem Wegfall versehen werden kann.  Ein QR-Code soll dazu führen, dass jeder Arzt oder Apotheker die Daten aus dem Medikationsplan einlesen und, wenn notwendig, anpassen kann. Ab 2018 sollte der Medikationsplan auch auf deiner elektronischen Gesundheitskarte der Krankenkasse gespeichert werden. 

Für ein optimales Ergebnis und um Wechselwirkungen zu vermeiden solltest du zwingend auch deine eigens verwendeten Medikamente, die nicht verschreibungsplichtig sind, eintragen. So hat dein Arzt die Chance dich, auf entsprechende Wechselwirkungen aufmerksam zu machen.

Aporize's digitaler Medikationsplan und Medikamentenrezept

Laut E-Health-Gesetz sollte der Medikamentenplan die folgenden Punkte umfassen:

Allgemein:

  • Persönliche Informationen des Patienten (Name, Geb.Datum)
  • Ausstellungsdatum
  • Behandelnder Arzt sowie die Adresse des Arztes

Je Medikament:

  • Wirkstoff 
  • Handelsname
  • Dosierung
  • Wirkstärke
  • Form (zum Beispiel: in Tropfen)
  • Einnahmezeitpunkt und -einheit
  • Einnahmegrund
  • Weitere Hinweise und Kommentare

4. Wem hilft der Medikationsplan?

Den Patienten:

Nimmt man zeitgleich verschiedene Medikamente zu sich kann man leicht den Überblick verlieren. Dies führt zwangsläufig zu den Fragen, warum man welches Medikament genau bekommt, in welcher Regelmäßigkeit man es einnehmen soll und von welchem Arzt das Medikament verschrieben wurde. Denn häufig verschreibt nicht nur der Hausarzt, sondern auch der behandelnde Facharzt Medikamente. Hier kann der Medikationsplan als ein unterstützendes Element dienen, genau diese Punkte in einer Übersicht zusammenzufassen.

Den Angehörigen:

Auch Angehörigen verhilft der Medikamentenplan dazu den Überblick zu behalten warum bestimmte Medikamente genommen werden und von welchem Arzt diese verschrieben wurden. Dies erlaubt es, ein genaues Auge darauf zu halten, wie sich das Wohlergehen des Patienten über die Zeit verändert und gegebenenfalls konkrete Fragen zur Medikation zu stellen.

Den Ärzten:

Für Ärzte bietet der Medikationsplan die Möglichkeit in einer Übersicht zu sehen, welche Medikamente bereits von Kollegen verschrieben wurden. Dadurch wird vor allem das Risiko der doppelten Medikation verringert und auch die Abstimmungen zwischen den verschiedenen Medikamenten verbessern sich.

Wichtig ist, dass du den Medikamentenplan aktuell hältst, ihn auch Apothekern vorzeigst und auf Wechselwirkungen überprüfen lässt. Sollte ein Notfall auftreten, kann der Medikamentenplan den behandelnden Ärzten helfen zu verstehen, welche Medikamente zur Zeit vom Patienten eingenommen werden und kann somit überlebenswichtig sein!

5. Welche Voreile bringt ein digitaler Medikationsplan?

Es ist durchaus sinnvoll den Medikationsplan zu digitalisieren. Laut Gesetz soll das bereits seit 2018 möglich sein, in die Praxis ist das allerdings noch nicht umgesetzt. Zunächst sollen aber nur Ärzte und Apotheker auf den E-Medikationsplan Zugriff haben. 

Ein Vorteil auch als Patient über eine digitale Fassung seines Medikationsplans zu verfügen liegt darin, dass Medikationspläne aus Papier verloren gehen können. Zusätzlich kann man sich häufig pünktlich an die Medikamenteneinnahme erinnern lassen.

Einige der digitalen Lösungen, beispielsweise Aporize, bieten die Möglichkeit den Plan für ihre Kunden zu digitalisieren. Zusätzlich kann man seinen individuellen Medikationsplan als PDF zugeschickt bekommen. So hat man stets die Möglichkeit den Plan erneut auszudrucken und dem Arzt vorzulegen. 

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